Hochklassige Fahrräder sind Trend: immer mehr Hersteller – gerade auch kleine Manufakturen – haben diesen lukrativen Markt entdeckt. Allerdings muss man als Konsument aufpassen: sehr viele dieser Trend-Fahrräder sind eigentlich nur abgespeckte, klassische Versionen, die höherpreisig zum Verkauf angeboten werden. Eine lobenswerte Ausnahme sind die Schindelhauer Bikes, die nicht nur mit einem modernen und schnörkellosen Design aufwarten, sondern darüber hinaus auch über technische Finessen verfügen, wie man sie sonst nur selten findet.
Schindelhauer Bikes – handmade in Sachsen-Anhalt
Die Idee einen Zahnriemen statt einer Kette für den Fahrradantrieb zu verwenden, ist nicht neu. Die Vorteile sind dennoch bestechend: fast lautloser Antrieb, längere Lebensdauer als eine Kette, deutlich geringeres Gewicht, so gut wie keine Längung des Antriebs, keine Verschmutzung und eine bessere Kraftübertragung. Diese Vorteile sind allerdings erst seit der Markteinführung der Carbon-Drive-Technologie für den breiteren Markt nutzbar. Diesen unbestreitbaren Vorteilen stehen aber zwei systembedingte Schwierigkeiten entgegen, die bisher einer weiteren Verbreitung dieses Systems entgegen standen: die notwendige Rahmenöffnung und die Beschränkung auf Nabenschaltungen.
Der Zahnriemenantrieb hat Einfluss auf den Fahrradrahmen
Im Gegensatz zu einer Kette kann ein Zahnriemen nicht geöffnet werden. Obwohl die Lebensdauer um ein Vielfaches über der einer Kette liegt, kann es vorkommen, dass er gewechselt werden muss. Das geht aber nur, wenn der Rahmen des Fahrrades am Hinterbau geöffnet werden kann. Um eine perfekte Symbiose von Rahmen und Antrieb sicherzustellen, muss dies von Anfang an mit eingeplant werden; denn nur eine präzise konstruierte Rahmenöffnung gestatten es, die Stabilität des Hinterbaus hoch zu halten. Nachträgliche Lösungen wie das Auf- und Zuschweißen des Rahmens können definitiv nicht als hochwertige Lösungen gelten.
Photocredit: Hersteller
Schindelhauer Fahrräder – Aluminiumrahmen sorgt für leichtes Gewicht
Die Fahrräder des Brandenburger Herstellers Schindelhauer sind aus dreifach konifizierten 7005er Aluminium hergestellt. Mit diesen Rohren unterschiedlichen Querschnittes kann einerseits das Rahmengewicht niedrig gehalten werden und gleichzeitig die Stabilität auf maximale Belastbar- und Haltbarkeit ausgelegt werden. Als technische und optische Besonderheit verlegt Schindelhauer alle Kabel innerhalb der Hauptrohre. Der Mann denkt mit: Die Züge verlaufen in innen an den Rohren fest geschweißten Röhrchen. Jeder, der schon mal einen defekten Kabelzug wechseln musste, oder sich über das Klappern der Züge in den Rohren geärgert hat, wird Jörg Schindelhauer ewig dankbar sein.
Wie gut Schindelhauer die Technik im Griff hat, zeigt ein Blick auf die Gewichtstabelle: Das Modell Viktor bringt gerade mal 7,8 kg auf die Waage und liegt damit mindestens 2 kg unter den meisten herkömmlichen Singlespeeds.
Eine ganze Fahrradfamilie – ausgezeichnetes Design
Fünf Schindelhauer Bikes decken die unterschiedlichen Bedürfnisse an ein hochwertiges Stadt- und Sportrad ab: zwei Singlespeeds (Sophie und Siegfried), die auch als Fixies umbaubar sind, die Modelle Ludwig und Lotte sind mit einer 8-Gang Nabenschaltung ausgerüstet und das Modell Viktor ist als Fixed-Gear-Bike ausgelegt. Die Modelle Viktor und Siegfried sind zudem mit dem begehrten Red Dot Design Award ausgezeichnet worden: Ein Ritterschlag für die junge, erst im Frühjahr 2009 gegründete Fahrradschmiede aus Magdeburg.
Zusätzlich wurden die Schindelhauer Bikes mit dem Bike Expo Brandnew-Award in der Kategorie Fixie/Singlespeed ausgezeichnet.
Schindelhauer Bikes sind im ausgewählten Fachhandel erhältlich
Dass Handarbeit, innovative Technik und erstklassiges Design nicht ganz billig sind, ist logisch. Die Preise für die Schindelhauer Bikes bewegen sich zwischen 1.260 und 1.494 Euro – angesichts des Innovationsgehaltes ein mehr als fairer Preis. Im ausgesuchten Fachhandel sind die Bikes erhältlich, und wer begeistert ist, kann sich auf der Facebook-Seite von Schindelhauer als Fan outen.


